Human Design Basics: Strategie & Autorität – so triffst du die für dich richtigen Entscheidungen

Human Design Basics

In diesem Artikel habe ich dir Human Design als System vorgestellt und erklärt, was das ist und welche Erkenntnisse du durch dein Human Design gewinnen kannst. Und, neugierig geworden auf dein persönliches Chart? Dann möchte ich dir jetzt gerne die absoluten Human Design Basics erklären.

Voraussetzungen

Bevor du weiterliest, erstell dir bitte dein persönliches Chart. Du brauchst dafür deinen Geburtsort, dein Geburtsdatum und möglichst die genaue Geburtszeit. Letztere kannst du, wenn sie dir nicht bekannt ist, in deiner Geburtsurkunde nachlesen. Ein kostenloses Chart kannst du zum Beispiel hier erstellen.

Der erste Überblick

Beim ersten Blick auf dein Chart denkst du dir vielleicht „oh mein Gott“. Lass dich nicht entmutigen! Human Design ist sehr komplex, aber wir werden viele Informationen erst einmal noch nicht benötigen. Um dir einen kurzen Überblick zu verschaffen, schau dir mal dein kostenloses Human Design Chart an.

Du siehst hier eine Körpergrafik mit ein paar farbigen oder weißen Kästchen, viele Nummern und weiße, schwarze, rote und strichlierte Striche. Außerdem siehst du vier Pfeile, sowie ein paar hübsche Zeichen mit Nummern dran links und rechts. Oben drüber hat uns der nette Computer schon ein paar Infos rausgeschrieben.

Human Design Basics

Die bunten oder weißen Kästchen in der Körpergrafik nennt man im Human Design „Zentren“. Wenn sie eingefärbt sind spricht man von einem „definierten Zentrum“. Wenn sie weiß sind spricht man von einem „nicht definiertem Zentrum“.

Die Nummern in den Zentren nennt man „Tore“ und die roten, weißen oder schwarzen Striche nennt man „Kanäle“. Ein definierter Kanal ist immer von einem Tor zum gegenüberliegenden Tor. Es ist egal, ob er rot, schwarz oder gestrichelt ist.

First Step zu deinem Traumjob

Die Zeichen links und rechts von der Körpergrafik sind die Planeten, wie sie zum Zeitpunkt deiner Geburt standen. Das ist die Basis für all die eingefärbten Zentren, Kanäle und Tore in deinem Chart. Hier sieht man gut den Einfluss der Astrologie!

So viel zum Überblick. Interessant sind für uns aber jetzt erst einmal die Beschreibungen darüber, und zwar Typ, Strategie und Innere Autorität.

Typen im Human Design

Im Human Design gibt es vier bzw. fünf verschiedene Typen: Projektoren, Manifestoren, Generatoren, Manifestierende Generatoren und Reflektoren.

Ca. 30% der Weltbevölkerung sind Generatoren, ca. 30% Manifestierende Generatoren (welche eigentlich eine Mischung aus Manifestoren und Generatoren sind), ca. 20% Projektoren, ca. 8% Manifestoren und nur ca. 2% Reflektoren.

Die meisten würden wohl damit starten, dir deinen Typ zu erklären. Denn es gibt nur 4 bzw. 5 Typen im Human Design. Schon allein anhand des Types kann man eine Person laut Human Design bereits grob charakterisieren.

Allerdings gibt es zwischen zwei gleichen Typen immer noch erhebliche Unterschiede: Je nachdem, welches Profil, welche Autorität, welche aktiven (farbigen) Zentren, welche Kanäle, welche aktiven Tore usw. sie haben. Stell dir den Typ wie ein Haus vor: Von außen können zwei Häuser sehr ähnlich aussehen, und dennoch können sie im Inneren komplett unterschiedlich eingerichtet sein.

Ich persönlich möchte dir in diesem Artikel gerne deine Strategie und Autorität erklären. Denn diese zeigen dir, wie du für dich richtige Entscheidungen triffst. Was ich persönlich wichtiger finde, als sich mit einem Typ zu identifizieren. Der noch dazu für sich alleine, ohne Betrachtung deines kompletten Charts, oft gar nicht so viel aussagt..

Gesetz der Anziehung nutzen

Strategie

Die Strategie im Human Design beschreibt, wie sich ein Mensch gemäß seines Typen im Leben verhalten soll, sodass ihm die Dinge am leichtesten fallen.

Die Strategie eines Manifestors ist „informieren“

Manifestoren sind der einzige Typ im Human Design, die nicht von anderen abhängig sind und einfach mal machen können. Und das tun sie meist auch!

Sie sind echte Macher und die Visionäre unserer Gesellschaft. Diese Human Design Typen haben die kühnsten Ideen und sind auch sehr schnell darin, sie einfach mal umzusetzen.

Dabei vergessen sie leider oft, dass ihre Mitmenschen nicht in ihren Kopf schauen können. Und sich wundern, was er denn nun schon wieder vor hat, wenn er einfach, ohne etwas zu sagen, davonrauscht. Damit die ihr Umfeld nicht ständig vor den Kopf stoßen, sondern mit ins Boot holen können für ihre Ideen, sollen Manifestoren „informieren“: Darüber, was sie als nächstes vorhaben und tun.

Die Strategie von Generatoren und Manifestierenden Generatoren ist „reagieren“

Oft wird ihnen von Kind auf beigebracht wie ein Manifestor zu sein und einfach mal zu machen. Dabei ist das nicht ihre Strategie und geht oftmals schief.

Stattdessen sollen Generatoren und Manifestierende Generatoren auf Anreize von außen „reagieren“. Zum Beispiel von einem Manifestor! Wie genau die Reaktion aussehen soll – ob ja oder nein – verrät ihnen ihre Autorität (dazu später mehr).

Die Strategie von Projektoren ist „auf Einladung warten“

Projektoren müssen von jemandem anerkannt und eingeladen werden, damit sie reagieren und loslegen dürfen. Natürlich muss diese Einladung nicht immer ganz formell geschehen, sondern kann auch in Form einer offenen Frage, eines einladenden Lächelns usw. ankommen. Sonst würden sie wohl warten, bis sie schwarz werden!

Aber je schwerwiegender eine Entscheidung ist, umso wichtiger wird eine formelle Einladung.

Die Strategie von Reflektoren 

Reflektoren haben die langwierigste Strategie: Sie sollten (zumindest für schwerwiegende Entscheidungen!) einen kompletten Mondzyklus von 28 Tagen abwarten, bevor sie handeln. Denn ihr persönlicher Lebensrhythmus ist geprägt vom Mondzyklus.

Reflektoren sind der seltenste und für mich irgendwie auch faszinierendste Typ, da ihre Zentren komplett offen (also weiß) sind und sie dadurch ganz stark von den Personen um sie herum konditioniert und geprägt werden.

Autorität

Die Autorität ist ebenfalls ein wichtiger Teil des Human Designs: Sie ist die Instanz, die uns dabei hilft Entscheidungen zu treffen. Es gibt verschiedene Autoritäten:

Sakrale Autorität:

Die Sakrale Autorität ist das sogenannte Bauchgefühl, das auf einen Reiz von außen reagiert. Wenn du eine sakrale Autorität hast, achte darauf, wie dein Körper reagiert, wenn du etwas gefragt wirst, und wo es dich „hinzieht“: Vielleicht reagierst du sofort mit einem Laut, zum Beispiel „mhm“ oder „nnh“. Oder du verziehst direkt das Gesicht. Menschen mit sakraler Autorität sind oft diejenigen, denen die Antwort auf eine Frage bereits ins Gesicht geschrieben steht, bevor sie ihnen selbst bewusst ist.

Emotionale Autorität:

Menschen mit emotionaler Autorität schwimmen auf einer Gefühlwelle, die ein ständiges auf und ab ist. Sie sollen diese Welle abwarten, bevor sie eine Entscheidung treffen – denn was im Moment ein „hell yes!“ ist, kann in ein paar Stunden plötzlich in ein „hell no!“ umschlagen. Wenn du eine emotionale Autorität hast, ist ein Grundsatz für dich: Immer eine Nacht (oder am besten drei) darüber schlafen, bevor du etwas entscheidest! Solange, bis du emotionale Klarheit hast.

Milz Autorität:

Bei der Milz Autorität handelt es sich um deine Intuition und eine sehr spontane Entscheidungsfindung. Menschen mit Milz Autorität sind oft etwas sprunghaft, da sie immer nur im Moment entscheiden können, ob sich etwas richtig anfühlt oder nicht. Es braucht vielleicht ein bisschen Übung, um auf diese Autorität zu hören, da es sich dabei oft nur um eine leise Stimme handelt, die leicht überhört werden kann und ihren Impuls auch nur ein einziges Mal sendet.

Ego Autorität:

Die Ego Autorität ist viel seltener als die ersten drei Autoritäten. Wenn das deine Autorität ist, geht es darum deinem Willen und dem, was dir wirklich am Herzen liegt, zu folgen. Oft erkennst du das erst, wenn du darüber sprichst.

Selbst Autorität:

Auch diese Autorität ist eher selten. Dabei geht es darum, Entscheidungen basierend auf deinem Selbst zu treffen, also auf dem was dich ausmacht und deine innere Wahrheit ist. Menschen mit Selbst Autorität fühlen sich oft zu etwas hingezogen oder abgestoßen.

Keine Autorität:

Reflektoren und manche Projektoren haben keine Autorität. Für sie ist es dementsprechend schwieriger, eine richtige Entscheidung zu treffen. Projektoren, die keine Autorität haben, finden ihre Wahrheit durch Gespräche mit vielen verschiedenen Menschen. Reflektoren ohne Autorität sollten immer einen Mondzyklus (28 Tage) abwarten.

Was heißt das nun?

Deine Strategie und deine Autorität sind so etwas wie dein Fahrplan durchs Leben. Wenn du danach gehst, können sie dir helfen richtige Entscheidungen zu treffen und zu wissen, wann du loslegen sollst und ob etwas für dich richtig ist oder nicht.

Wenn du nach deiner Strategie lebst, wirst du merken, dass dir Dinge leichter fallen und du mit wenig Energieaufwand top Ergebnisse erzielst: Ein Generator oder Projektor, der sich wie ein Manifestor verhält und einfach mal Dinge macht, obwohl es nicht seine Strategie ist, wird feststellen: Dass er oftmals mit dem Kopf gegen die Wand rennt.

Wenn er jedoch abwartet und reagiert (Generator) oder zu etwas eingeladen wird (Projektor), wird er feststellen: Dass plötzlich alles super funktioniert und total leicht geht.

Achtung: Ein Projektor muss nicht jede Einladung annehmen! Wird er eingeladen, soll er auf seine Autorität horchen und basierend darauf entscheiden, ob er die Einladung annimmt oder nicht.

Ein Beispiel aus meinem Leben:

Ich bin Projektor und habe in den 2,5 Jahren meiner Selbstständigkeit festgestellt, dass Kundenakquise für mich irgendwie nie funktioniert: Wenn ich jemanden anschreibe und meine Dienstleistungen anbiete, kommt es eigentlich so gut wie nie zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit.

Interessanterweise bin ich aber dennoch fast immer ausgebucht, weil immer wieder von außen Menschen auf mich zukommen, die über drei Ecken von mir gehört haben oder meinen Blog gefunden haben und mit mir zusammenarbeiten möchten. Und das klappt dann auch immer wunderbar!

Seit ich weiß, dass ich ein Projektor bin und meine Strategie ist „auf Einladung zu warten“, wundert mich das überhaupt nicht mehr und ich spar mir die Energie und Mühe, die ich bisher in aktive Kundenakquise gesteckt habe.

Fazit

Du kennst nun deine persönliche Strategie und Autorität. Doch kennen alleine ist noch nicht genug: Du musst sie nun auch noch leben! Versuche in Zukunft dieses Wissen im Hinterkopf zu behalten. Wenn die nächste Entscheidung in deinem Leben ansteht, befrage deine Autorität, in welche Richtung es gehen soll, und dann handle gemäß deiner Strategie!

Es braucht ein wenig Übung, deiner Autorität auch wirklich zu vertrauen. (Bei manchen Autoritäten mehr als bei anderen). Und wahrscheinlich musst du noch ein paar Mal auf die Schnauze fallen, bis du wirklich deine Strategie lebst. So war/ist das zumindest bei mir. Aber das Leben bietet ja wundervolle Möglichkeiten, täglich zu üben unserer Strategie und Autorität zu folgen, oder?

Im nächsten Artikel teile ich mit dir was mein persönliches Human Design ist und was ich über die Beschäftigung damit über mich selbst gelernt habe. Meinen Typ habe ich ja schon verraten. Nun bist du dran! Welcher Human Design Typ inklusive Autorität bist du?

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