Erstelle deine Bucketliste fürs Leben

Bucketliste für dein Leben statt smarten Karrierezielen

Hier erfährst du, wieso du keine smarten Karriereziele brauchst, aber stattdessen eine Bucketliste fürs Leben anlegen sollst. Gemeinsam werden wir uns anschauen, was auf diese Bucketliste gehört und mit deiner eigenen, ganz persönlichen Bucketliste loslegen.

Warum du keine smarten Karriereziele brauchst

Bei Bewerbungsgesprächen – egal ob für den Traumjob, eine Ausbildung oder ein Studium – lautet eine beliebte Frage: „Wo sehen Sie sich in 5-10 Jahren?“. Damit werden die beruflichen Ziele des Bewerbers abgefragt. Auch bei Karrierecoachings stehen Ziele im Mittelpunkt. Bestimmt hast du schon einmal von SMARTen Zielen gehört: Sie sollen spezifisch, messbar, achievable (erreichbar), realistisch und terminiert sein. Statt „eine Führungsposition erreichen“ könnte man zum Beispiel als smartes Ziel formulieren: „In 20 Jahren habe ich eine Position auf mittlerer Führungsebene im Unternehmen xy“.

Bestimmt kennst du jemanden, der schon seit der Schulzeit weiß, dass er später Arzt werden oder den Familienbetrieb übernehmen möchte. Wenn du zu diesen Menschen gehörst – Glückwunsch! Vielen Menschen fällt es jedoch schwer, solche Ziele für sich selbst zu definieren (mich eingeschlossen). Entgegen der Meinung vieler Menschen finde ich, dass das aus zwei Gründen völlig okay ist: Erstens entwickelst du dich ständig weiter, lernst neue Skills und findest vielleicht heraus, dass das eine oder andere, von dem du dachtest, dass es dir Spaß macht, gar nichts für dich ist. Das heißt also, dass du heute möglicherweise noch gar nicht wissen kannst, was du in 10 Jahren machen möchtest, weil du eine Komponente davon noch gar nicht entdeckt hast. Und zweitens ergeben sich im Leben oft perfekte Gelegenheiten, die man vorher nicht sehen konnte. Wenn du ein sehr konkretes Ziel vor Augen hast, blendest du diese Gelegenheiten, die sich außerhalb deines Ziels befinden, vielleicht aus und nimmst sie nicht wahr, da du deinen Fokus anders gesetzt hast. Was doch schade wäre, oder?

Die gute Nachricht ist also: Du brauchst keine smarten Karriereziele.

Warum du stattdessen eine Bucketliste haben solltest

Die schlechte Nachricht jedoch: Ganz ohne Ziele geht es auch nicht. Stell dir vor, du willst einen Roadtrip machen, dich aber nicht auf ein konkretes Ziel festlegen. Du kannst dich nun planlos ins Auto setzen und einfach so drauflosfahren. Wenn du Glück hast, entdeckst du einen neuen Ort, an dem es dir so gut gefällt, dass du einfach dortbleibst. Wenn du Pech hast, fährst du dreimal im Kreis und landest wieder dort, wo du hergekommen bist. Oder du stehst vor einer Straßenkreuzung und kannst dich einfach nicht entscheiden, ob du links oder rechts fahren möchtest. Viel besser als planlos loszufahren wäre es, wenn du dir ein grobes Ziel setzt, zum Beispiel: Richtung Barcelona zu fahren. Dann weißt du zwar so ungefähr, wo du langfahren sollst, aber hast trotzdem noch die Freiheit überall dort stehenzubleiben, wo du am Weg vorbeikommst und wo es dir gefällt.

John Strelecky schreibt in seinem Buch „The Big Five for Life” von den “big five” – den fünf Zielen, die man im Leben haben sollte und nach denen man alle seine Tätigkeiten ausrichten sollte. Angelehnt an diese „big five“ habe ich für mein Leben eine Bucketliste erstellt mit zehn Dingen, die ich am Ende meines Lebens erreicht haben möchte. Darauf stehen so „gewöhnliche“ Dinge wie Kinder zu bekommen und großzuziehen, genauso wie eher „ungewöhnliche“ Dinge, zum Beispiel eine eigene NPO zu gründen.

Du brauchst also eine Bucketliste für dein Leben. Denn nur wer weiß wo er hin möchte, kann am Ende auch dort ankommen! Bist du bereit, deine eigene Bucketliste anzulegen? Dann schnapp dir einen Zettel und Stift und los geht’s!

Was auf deine Bucketliste gehört

Stell dir vor, du bist am Ende deines Lebens angelangt und weißt, dass du bald sterben wirst. Du blickst auf die vergangenen 80-100 Jahre zurück und denkst dir: „Wow, was für ein Leben. Geil, was ich so alles gemacht habe!“ Und nun stell dir die Frage: Was möchtest du in deinem Leben erreicht haben? Worauf möchtest du stolz sein? Wenn ein Journalist nach deinem Tod einen Artikel über dein Leben schreibt – was möchtest du, dass darinsteht?

Daraus leitest du dann 10 Dinge ab, die auf deine Bucketliste fürs Leben kommen. Dabei ist es egal, ob es sich um private oder berufliche Ziele handelt. Ein Leben mit deinem Traummann zu verbringen kann genauso ein Punkt auf deiner Bucketliste sein wie zum Beispiel ein Startup zu gründen. Denk dabei aber an deine Werte und an das, was dahintersteht. „Millionär zu sein“ kann zwar ein Ziel sein, aber viel besser ist es, wenn du dich fragst: Wieso möchte ich Millionär sein? Weil ich den ganzen Tag nur noch Nichtstun möchte? Weil ich mir mein Traumhaus kaufen möchte?

Wieso du unrealistische Ziele wählen sollst

Im Gegensatz zu smarten Zielen, die ja immer realistisch sein müssen, solltest du bei deiner Bucketliste auf möglichst unrealistische Ziele setzen. Dies hat zwei Gründe: Erstens erstellst du nur eine einzige Bucketliste mit 10 Punkten, an deren Erfüllung du möglichst dein ganzes Leben lang arbeiten können solltest. Wenn nun ein Punkt davon „Studium beenden“ ist, wärst du in einigen Jahren ja schon damit durch, was nicht das Ziel einer Bucketliste ist. Und zweitens musst du dich für unrealistische Ziele persönlich weiterentwickeln. Während du bei realistischen Zielen schaust wo du stehst und dir dann dein Ziel setzt, musst du bei unrealistischen Zielen anders vorgehen: Du schaust, wo du hinmöchtest, und beschäftigst dich dann damit, wie du von dort, wo du jetzt stehst, dorthin kommst. Welche Fähigkeiten musst du erlernen? Musst du deine Glaubenssätze und dein Mindset verändern? Langfristig wirst du also mehr an unrealistischen Zielen wachsen als an realistischen.

Was bringt mir eine Bucketliste?

Diese Bucketliste ist nun dein Wegweiser für den Roadtrip deines Lebens. Wann immer du vor Entscheidungen stehst, kannst du sie zu Hilfe nehmen und dich fragen: Bringt mich das in irgendeiner Weise einem Punkt auf meiner Bucketliste näher? Vergiss aber nicht, dass es sich dabei um grobe Richtungsangaben handelt, die du dir selbst gesteckt hast. Wenn du zu irgendeinem Zeitpunkt in deinem Leben das Gefühl hast, ein Punkt auf deiner Liste passt nicht mehr zu dir, dann ändere ihn. Und wenn du das Gefühl hast, eine Entscheidung passt zwar nicht zu deiner Bucketliste, aber sie fühlt sich trotzdem richtig an, ist das genauso in Ordnung. Denn am Ende entscheidest immer du, wo auf deinem Roadtrip du stehenbleibst oder weiterfährst.

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