Warum du nicht wissen musst, wo du dich in 5 Jahren siehst

Warum du nicht wissen musst, wo du dich in 5 Jahren siehst

„Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“ Bestimmt kennst du die Frage. Vielleicht wurde sie dir ja auch schon einmal in einem Bewerbungsgespräch gestellt. In diesem Artikel erkläre ich dir, warum du darauf keine Antwort haben musst. Außerdem erfährst du, wieso ich mir keine Ziele mehr für mein Leben setze.

Wo ich mich heute vor 5 Jahren gesehen hätte…

Heute vor 5 Jahren war ich gerade mitten in meinem Masterstudium „Tourismus & Marketing Management“. Ich hatte 2 Monate Semesterferien und nutzte diese für ein freiwilliges Praktikum, um Berufserfahrung zu sammeln.
Zufällig wurde ich in dem Unternehmen ins Online Marketing gesteckt. Damals hatte ich noch keine Ahnung von Facebook Ads, Affiliatemarketing oder Google Anzeigen.
Als ich bei meinem Bewerbungsgespräch gefragt wurde, wo ich mich in 5 Jahren sehen würde, habe ich geantwortet: „Im Marketing in einem Tourismusunternehmen“.

… und wo ich stattdessen heute bin

Damals wusste ich noch nicht, dass es mich kurz darauf für ein Auslandssemester nach Hongkong verschlagen würde. Dass ich ein Jahr später ein weiteres Praktikum mit anschließender Vollzeitstelle in demselben Unternehmen bekommen würde, in dem ich damals bereits das Praktikum machte. Und am allerwenigsten wusste ich, dass ich mich in den nächsten 5 Jahren selbstständig machen, mein eigenes Onlineunternehmen aufbauen und als digitale Nomadin um die Welt reisen würde.

1. Viele Möglichkeiten kennst du heute noch gar nicht

All das konnte ich damals noch gar nicht wissen, da ich noch nie vom digitalen Nomadentum gehört hatte. Ich hatte keine Ahnung, dass es überhaupt möglich ist, online Geld zu verdienen. Und auch wenn ich schon damals mit dem Gedanken spielte, mich irgendwann mal selbstständig zu machen, war das alles noch ganz weit weg für mich.

All das bringt mich zum ersten Punkt, wieso du nicht heute schon wissen musst, wo du dich in fünf Jahren siehst: Vielleicht hast du das, was du in fünf Jahren machst, heute überhaupt noch nicht auf deinem Radar? Es gibt so viele Berufe und Möglichkeiten, von denen wir, wenn wir ehrlich sind, nur einen Bruchteil überhaupt bewusst kennen. Wieso also solltest du dich einschränken, indem du jetzt schon mental festlegst, welche Möglichkeiten du die nächsten 5 Jahre ergreifst? Sei doch lieber offen dafür, welche wundervollen Berufe und Wege sich in den nächsten Jahren für dich auftun, von denen du heute noch nicht einmal ahnst!

2. Vieles ergibt sich erst am Weg

Wenn ich eines in den letzten Jahren gelernt habe, dann, dass sich vieles erst ergibt, wenn wir uns bereits auf den Weg gemacht haben. Beispiel gefällig?

Hätte ich damals nicht nach meinem Bachelorstudium das Masterstudium im Tourismus begonnen, wäre ich nie auf die Idee gekommen, ein Praktikum in einem Tourismusunternehmen zu machen. Hätte ich das Praktikum nicht gemacht, wäre ich nicht mit dem Thema Online Marketing in Berührung gekommen. Und ich wäre nicht täglich 3 Stunden zur Arbeit gependelt, hätte nicht den „Happy, holy & confident“ Podcast von Laura Malina Seiler entdeckt und hätte nicht von der DNX erfahren. Dann wäre ich nicht nach Berlin gefahren und hätte nicht das digitale Nomadentum kennengelernt, was wiederum erst in meinem Kopf den Raum dafür geschaffen hat, mir zu überlegen, ob ich mich nicht im Online Marketing selbstständig machen sollte.

Du siehst also: Vieles ergibt sich erst, wenn wir bereits auf unserem Weg sind.

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Wieso ich mir keine Ziele mehr fürs Leben setze

Ich weiß, dass uns allen eingeredet wird: Wir sollen uns Ziele setzen. Wir bräuchten einen (Karriere-)Plan. Ich persönlich habe längst damit aufgehört, mir Ziele zu setzen. Denn dadurch, dass sich vieles erst am Weg ergibt und ich gelernt habe, dass ich viele Möglichkeiten heute noch gar nicht kenne, möchte ich mich nicht mehr so sehr einschränken in dem, was ich mir für die nächsten Jahre für mein Leben vorstelle.

Anstatt mir starre Ziele (die ja gemäß der SMART-Formel spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und time-related sein sollen) zu setzen, habe ich lieber eine Bucketliste fürs Leben, wo all die großen Dinge oben stehen, die ich unbedingt noch in meinem Leben erreichen möchte. Wie genau und wann das passiert, das überlasse ich jedoch lieber dem Universum bzw. meiner Wunscherfüllungsmaschine.

Wie ich heute auf die Frage „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“ antworten würde

Wenn mir heute jemand die Frage stellen würde, wo ich mich in 5 Jahren sehe, würde ich folgendermaßen darauf antworten: „Ich weiß es nicht, wo ich in fünf Jahren sein werde, weil ich in 5 Jahren ein ganz anderer Mensch sein werde. Ich entwickle mich täglich weiter und was ich heute richtig und erstrebenswert finde, muss nicht das sein, was ich in fünf Jahren richtig und erstrebenswert finde. Ich kann dir sagen, was meine Vision ist und was sich jetzt in diesem Moment richtig anfühlt. Das muss jedoch nicht jahrelang das Gleiche sein. Denn wenn sich mein Gefühl oder meine Vision ändert, dann wird sich auch mein Weg ändern. Und ich freue mich schon heute darauf, herauszufinden, wohin mich der Weg in den nächsten fünf Jahren führt“.

 

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Anna ist leidenschaftliche Reisende ohne Orientierungssinn und bekennende Weltverbesserin. 2018 hat sie sich mit ihrem eigenem Onlinebusiness und einer Marketingagentur selbstständig gemacht und begonnen als digitale Nomadin um die Welt zu reisen. Auf Roadtrip Leben zeigt sie dir, wie du herausfindest, was dich beruflich wirklich erfüllt, wie du dich mit deiner Leidenschaft selbstständig machst und erfolgreich (online) Geld verdienen kannst. Außerdem gibt sie Human Design Readings & Coachings.

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