Teil 2: Möglichst risikofrei nebenbei selbstständig machen – so geht’s!

Risikolos neben Anstellung selbstständig machen

Du hast eine Idee oder einen Traum von einem eigenen Business, traust dich aber nicht so wirklich an die Umsetzung heran? Du möchtest möglichst wenig Risiko eingehen und erst einmal ausprobieren, ob deine Idee überhaupt funktioniert, bevor du alles auf eine Karte setzt? In diesem Blogbeitrag zeige ich dir, welche Vor- und Nachteile es mit sich bringt, wenn du dich möglichst ohne Risiko neben deinem Job selbstständig machst und gebe dir einige Tipps und Tricks mit auf den Weg.

 

Vorteile der Gründung nebenbei

In Teil 1 dieser Serie „Unternehmensgründung neben dem Beruf vs. Kündigung“ haben wir abgewogen, ob es klüger ist, direkt zu kündigen und sich voll und ganz auf die Unternehmensgründung zu konzentrieren oder sich lieber nebenher selbstständig zu machen. Wenn du nun für dich festgestellt hast, dass du lieber erst einmal deinen Job behältst, hast du den großen Luxus, weiterhin dein gewohntes Einkommen am Konto zu haben. Du musst dich also nicht darum sorgen, wie du deine Miete im nächsten Monat bezahlen sollst. Außerdem hast du somit nicht den Druck, sofort gewisse Einnahmen mit deinem Unternehmen haben zu müssen. Abgesehen davon, dass dies anfangs sowieso schwierig sein wird, musst du so nicht um jeden Preis zu verkaufen versuchen. Das könnte potentielle Käufer abschrecken und lässt dich schnell unseriös wirken. Außerdem kommst du durch dein regelmäßiges Einkommen nicht in Versuchung, Aufträge nur wegen des Geldes anzunehmen, obwohl sie nicht zu dir passen oder du von vornherein ein schlechtes Gefühl dabei hast. Der dritte Vorteil der Gründung nebenbei ist, dass du noch immer einen Plan B hast, falls dein Unternehmen floppen sollte. Leider hat die Gründung nebenbei aber auch so seine Herausforderungen.

 

Nachteile der Gründung nebenbei

Ein großer Nachteil der Gründung nebenbei ist, dass dir so weniger Zeit dafür zur Verfügung steht. Dir bleibt nichts anderes übrig, als in der Freizeit – also abends und am Wochenende – an deiner Idee zu arbeiten. Damit fehlt dir Zeit für andere Dinge, beispielsweise deine Hobbys, Beziehung oder Familie.

Ein weiterer Nachteil ist, dass du nicht wirklich gezwungen bist, dranzubleiben – du hast ja noch dein geregeltes Einkommen zur Verfügung. So kann es schon einmal zur Herausforderung werden, dich nach einem langen Arbeitstag noch an den Computer zu setzen und an deinem eigenen Projekt weiterzuarbeiten. Da du keine wirklich Deadline (= das Monat, indem du nicht mehr von deinen Ersparnissen leben kannst) für den Start hast, kann sich deine Selbstständigkeit so ewig hinausschieben.

 

Tipps und Tricks

Trotz der genannten Nachteile haben es zahlreiche Unternehmer bereits geschafft, ein erfolgreiches Business neben ihrem Hauptberuf zu gründen. Aufgrund des geringeren Risikos erfreut sich diese Art zu gründen immer stärkerer Beliebtheit. So wundert es nicht, dass es bereits eigene Bücher zu dem Thema gibt. Eines davon ist „Das 4-Stunden-Startup. Wie Sie ihre Träume verwirklichen ohne zu kündigen“* von Felix Plötz. Darin werden verschiedene nebenher gegründete Startups sowie hilfreiche Tools und Denkweisen vorgestellt. Neben der Lektüre dieses Buches könnte dir auch folgendes weiterhelfen:

Lege Geld zurück

Wenn du bereits heute weißt, dass du dich in naher Zukunft selbstständig machen möchtest, kannst du beginnen, etwas Geld zurückzulegen. Wenn du jeden Monat einen Teil deines Einkommens sparst, kannst du dir so einen kleinen Puffer anlegen, um die Gründungskosten zu decken und eventuelle Einkommenseinbußen in den ersten Monaten auszugleichen, wenn du dann bereit dafür bist, deinen Job zu kündigen. Denn früher oder später musst du den Sprung wagen und dich voll und ganz auf deine Idee fokussieren.

Reduziere deine Arbeitszeit

Vielleicht hast du die Möglichkeit dazu, deine Arbeitszeit in deinem Hauptjob zu reduzieren, und statt 40 Stunden beispielsweise nur noch 30 Stunden zu arbeiten. So kannst du die übrigen 10 Stunden pro Woche ab sofort deiner Idee widmen. Du wirst dadurch zwar etwas weniger verdienen als bisher, aber trotzdem noch gut über die Runden kommen und ungleich mehr Zeit zur Verfügung haben. Dein Arbeitgeber hat den Vorteil, dass er dich damit nicht sofort verliert (weil du nicht kündigst, um dein Unternehmen zu gründen) und dir außerdem weniger Gehalt für die (vermutlich) gleiche Arbeit zahlen muss. Quasi eine win-win Situation.

Gründen mit Nebenjob oder als Freelancer

Sollte es nicht möglich sein deine Arbeitszeit zu reduzieren, kannst du auch darüber nachdenken, dir statt deinem Vollzeitjob einen Teilzeitjob zu suchen oder dir als Freelancer oder virtueller Assistent etwas dazuzuverdienen. Wenn du nicht besonders wählerisch bist (und das solltest du nicht wenn es darum geht deinen Lebensunterhalt zu verdienen – was ja ohnehin nur notwendig ist, bis du dir deinen Traum von deinem eigenen, erfolgreichen Business erfüllt hast) findest du immer einen Job für nebenbei – sei es als Kellnerin oder Rezeptionist im Gastgewerbe, als Verkäuferin in einer Bäckerei oder als Paketsortierer. Auch wenn diese Jobs meist nicht so gut bezahlt sind, reichen 20-30 Stunden die Woche aus, um deine Miete und den Großteil deiner Ausgaben zu decken, wenn du deinen Lebensstandard etwas herunterschraubst. Die restliche Zeit kannst du dann deinem Projekt widmen.

 

Wie geht es jetzt weiter?

Nun solltest du dafür gerüstet sein, dein Unternehmen nebenbei aufzubauen. Falls du dir inzwischen nicht mehr sicher bist, ob dieser Weg der Richtige ist für dich, empfehle ich dir, noch einmal Teil 1 zu lesen: Unternehmensgründung neben dem Beruf vs. Kündigung. Nächste Woche behandeln wir dann das andere Extrem: Wieso du dich trauen sollst jetzt zu kündigen und dich selbstständig zu machen.

Du bist noch auf der Suche nach deiner Leidenschaft oder Berufung? Ich habe ein Arbeitsblatt erstellt mit 20 Fragen und Übungen, welche dir dabei helfen sollen, dein Ding zu finden. Du kannst dieses hier kostenlos herunterladen, indem du dich in meine E-Mail Liste einträgst:

*Hinweis: Bei Links mit einem * handelt es sich um Affiliate Links, das heißt ich bekomme einen kleinen Anteil von Amazon, wenn du über diesen Link etwas kaufst. Für dich entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten.

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.