Komm, ich erzähl dir eine Geschichte – eine Buchempfehlung

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte – eine Buchempfehlung

„Kindern erzählt man Geschichten zum Einschlafen – Erwachsenen, damit sie aufwachen“. So der vielversprechende Klappentext des Buches „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ von Jorge Bucay. Und genau darauf zielen die wundervollen Geschichten in seinem Buch ab: Uns Menschen aufzuwecken. Wieso du dieses Buch nicht nur lesen, sondern am besten auch direkt an die Hälfte deines Bekanntenkreises verschenken solltest, verrate ich dir in diesem Artikel.

Darum geht’s

Wenn dir „Das Cafe am Rande der Welt“ gefallen hat, wirst du dieses Buch lieben. Denn Jorge Bucay schafft es absolute Lebensweisheiten so einfach zu verpacken, dass wir gar nicht anders können, als ein „AHA!“-Erlebnis zu haben und ebenfalls darüber nachzudenken zu beginnen.

Die Geschichte spielt in der Praxis des Therapeuten Jorge, wo die Hauptperson Demian regelmäßig zur Therapie erscheint. Dabei besteht die Therapie vor allem daraus, dass der Therapeut jedes Mal eine Geschichte erzählt, deren Kernaussage immer etwas mit Damians aktuellem Problem zu tun hat. Denn seiner Meinung nach ist der einzige Weg „etwas zu begreifen, ohne die Erfahrung am eigenen Leib machen zu müssen, der, ein konkretes symbolisches Abbild für das Ereignis zu haben“.

So wird das Buch zu einer Sammlung wunderschöner Kurzgeschichten, welche entweder direkt vom Autor selbst erfunden wurden oder auf alte, volkstümliche Überlieferungen, Fablen, Parabeln und Märchen aus den verschiedensten Kulturkreisen zurückgehen und von Jorge Bucay neu gedeutet und erzählt wurden.

Die Geschichten (Achtung, Spoiler!)

Da ist zum Beispiel die Geschichte vom Zirkuselefanten, welcher nur an einen kleinen Holzpfahl gebunden ist, aber nicht einmal versucht, sich loszureißen. Und warum? Weil er als kleiner Elefant viel zu oft vergeblich versucht hat, sich von eben diesem Pfahl loszureißen, bis er irgendwann aufgegeben hat. Seither denkt er, er sei nicht stark genug, den Pfahl aus dem Boden zu heben, weil er es als erwachsener Elefant nie wieder probiert hat. Die Moral der Geschichte: „Der einzige Weg herauszufinden, ob du etwas kannst oder nicht, ist, es auszuprobieren, und zwar mit vollem Einsatz. Aus ganzem Herzen!“

Oder die Geschichte von dem Mann, welcher sich Schuhe kauft, die ihm zwei Nummern zu klein sind und daher fürchterlich schmerzen – nur damit er am Abend ein Gefühl der Erleichterung hat, wenn er sie endlich ausziehen kann. Diese Geschichte soll helfen den Glaubenssatz „es zählt nur das, was wir durch Anstrengung erreicht haben“, den so viele von uns haben, loszuwerden.

Ich möchte aber gar nicht zu viel verraten. Am besten lest ihr das Buch ganz einfach selbst und lasst euch von den schönen Geschichten verzaubern und aufwecken.

Wieso ich das Buch so schön finde

Obwohl die Geschichten alle tiefer gehen und eine Bedeutung haben, ist das Buch sehr informell und einfach geschrieben. So eignet es sich wunderbar in den Einstieg in tiefere, spirituelle Gedanken oder dazu, sich ganz einfach mehr mit sich selbst und seinem Leben zu beschäftigen. Man kann es daher auch wunderbar an liebe Menschen im Familien- und Freundeskreis verschenken, denen man gerne ein besonderes Geschenk machen möchte, die aber mit Tiefgründigem vielleicht nicht so viel anfangen können. Wer möchte, kann intensiver über die Geschichten und ihre Interpretation nachdenken – für alle anderen ist es einfach ein Buch mit ansprechenden Geschichten, welches sich rasch in einem Rutsch durchlesen lässt.

Auch ich selbst konnte einiges aus dem Buch mitnehmen und war erstaunt, wie einfach sich manche komplexen Dinge des Lebens doch mit einer Geschichte darstellen und begreifen lassen. Einige der Fabeln und Märchen werden mir jedenfalls noch eine Zeit lang in Erinnerung bleiben.

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