Was ich 2019 gemacht und gelernt habe – ein Jahresrückblick

Was ich 2019 gemacht und gelernt habe – ein Jahresrückblick

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu und ich nutze den Dezember wie immer dazu, das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Wie genau das bei mir aussieht, habe ich in der Roadtrip Leben Podcast-Folge Nr. 23 beschrieben. Einige meiner Erlebnisse und Erkenntnisse aus dem Jahr 2019 möchte ich in diesem Artikel mit euch teilen.

Meine Reisen im Jahr 2019

Nachdem ich in den ersten Monaten des Jahres erst einmal ungeplant in Österreich gestrandet bin (die ganze Geschichte kannst du hier nachlesen) reiste ich im Frühling dann nach Asien – genauer gesagt auf die Malediven, nach Kuala Lumpur, Bali und Singapur. Im Juni ging es dann für die DNX nach Berlin, wo ich schlussendlich den Sommer verbracht habe. Nach ein paar Wochen in Kroatien ging es im September dann nach Peru und Ecuador. Vor allem Peru stand schon sehr, sehr lange auf meiner Liste – ich habe es jedoch immer wieder hinausgezögert und war daher umso glücklicher, dass es nun endlich geklappt hat und ich dieses wunderbare Land kennenlernen durfte.

Südamerika

Die Zeit in Südamerika nutzte ich vor allem dafür, mein Spanisch zu perfektionieren. Bereits vor meiner Abreise habe ich über die Plattform „Spanisch lernen“ mit einem Lehrer aus Kolumbien in ein paar Online-1-zu-1-Stunden mein Vokabular aufgefrischt. In Lima habe ich dann eine Woche lang intensiv mit einem Privatlehrer Grammatik gepaukt. Da ich Spanisch vor allem übers Sprechen in Mexiko gelernt habe, tat es gut, auch mal die Grammatik dahinter kennenzulernen und zu verstehen, wieso man manche Dinge so sagt.

Langsamer reisen

Gegen Ende der Reise durch Peru, auf der ich natürlich so viel wie möglich sehen wollte, habe ich dann immer mehr gemerkt, wie anstrengend reisen und arbeiten zugleich sein kann. Daher ist auch eines meiner Ziele für das nächste Jahr langsamer zu reisen und länger an einem Ort zu bleiben. Im Moment rückt auch das Thema „Homebase“ bei mir immer mehr in den Vordergrund – also eine gewisse Basis an einem Ort, an dem ich mich wohlfühle und an den ich immer wieder zurückkehren und von dort aus kürzere Reisen unternehmen kann.

Roadtrip Leben wächst und wächst

Eines meiner Ziele für das Jahr 2019 war, meinen Blog größer und bekannter zu machen. Und auch, wenn ich weiß, dass ich noch lange nicht das Gesamtpotential ausschöpfe, feiere ich jeden neuen Fan, Follower und Websitebesucher. Vor allem, wenn mir Leser schreiben, dass ihnen ein Artikel von mir sehr geholfen hat, freue ich mich immer wie eine Schneekönigin – denn genau das ist der Grund, wieso ich all das hier mache. Jede einzelne liebe Nachricht von euch ermutigt mich, nicht damit aufzuhören. An dieser Stelle daher auch eine Bitte an euch: Wenn euch das, was ich auf meinem Blog und Podcast teile, anspricht und weiterhilft, dann bitte bitte lasst es mich wissen! In der Anonymität der Onlinewelt hat man als Blogger oder Podcaster oft das Gefühl, dass man Inhalte produziert, die dann ungelesen oder ungehört in den Weiten des Internets verschwinden, was natürlich nicht gerade motivierend ist.

Meine Aufgabe ist es nicht, von jedem gemocht zu werden

Unter all den netten Worten bleibe natürlich auch ich nicht von Kritik verschont. Und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass mich das nicht trifft. Vor allem, da ich hier mit einem Thema rausgehe, das mir wirklich am Herzen liegt, viele persönliche Dinge teile und mich auch sehr verletzlich zeige. Auf der anderen Seite sehe ich es auch als Bestätigung, dass das, was ich mache, richtig und wichtig ist. Vielleicht kennt ihr den Spruch: „Was Barbara über Valentina sagt sagt mehr über Barbara aus als über Valentina“. (Hier ist übrigens nicht die Rede von konstruktiver Kritik mit Verbesserungsvorschlägen – über die bin ich sogar sehr dankbar! Es geht mir hier über nicht gerechtfertigte, unreflektierte Kommentare, die vor allem eins wollen: Provozieren.)

Wenn jemand übelst auf meine Aussage schimpft, zeigt mir das vor allem eins: Dass ich etwas in der Person getriggert habe – und genau das ist es tatsächlich, was ich mit meinem Blog bewirken möchte: Die Menschen dazu zu bringen, ihre Gedanken und Handlungen zu hinterfragen und sie zum Nachdenken zu bringen. Und auch, wenn die Person in dem Moment vielleicht noch nicht so weit ist, den Trigger zu erkennen und dort genau hinzusehen um ihn zu heilen, stoße ich dadurch etwas in ihr an, das vielleicht in einigen Monaten oder Jahren dazu führt, dass sie ins Nachdenken kommt. Und wenn nicht ist es auch okay – nicht jeder muss meine Ansichten teilen.

Auch wenn sich die negativen Kommentare zum Glück in Grenzen halten, haben sie mir dieses Jahr vor allem eins gezeigt: Ich sehe es nicht als meine Aufgabe, von jedem gemocht zu werden. Der Grund, warum ich das mache, was ich mache, ist nicht, dass ich von jedem bewundert und geliebt werde. Sondern weil ich eine Message habe, die raus möchte. Und auch wenn die vielleicht nicht jedem passt – ich werde nicht damit aufhören, sie zu verbreiten, bis ich all die Menschen erreicht habe, für die die Message genau die Richtige ist.

Neu: Podcast & Buch

Seit Februar gibt es noch zusätzlich den Roadtrip Leben Podcast und im September ist auch mein Buch „Traumleben – die Route wird berechnet“ herausgekommen, in dem ich dir zeige wie du deine Träume verwirklichst. Und wie du dir wahrscheinlich vorstellen kannst bin ich längst schon wieder am nächsten Projekt, das mit dem Blog zu tun hat, dran. Ihr dürft gespannt sein! Vor allem diejenigen unter euch, die noch auf der Suche nach ihrer Berufung oder nach ihrem Traumjob sind…

Traumleben: Die Route wird berechnet Buch

Was ich 2019 gelernt habe – 3 Erkenntnisse

Letztes Jahr zum Jahreswechsel habe ich einen Artikel mit euch geteilt zum Thema „5 Dinge, die ich dieses Jahr gelernt habe“. Da sich einige von euch auch dieses Jahr wieder einen Blogbeitrag in diese Richtung gewünscht habe, teile ich nur drei meiner wertvollsten Erkenntnisse aus 2019 mit euch.

1. Freiheit hat nichts mit reisen zu tun

Wenn mich die ersten Monate des Jahres in Österreich eines gelehrt haben, dann Folgendes:  Solange man von etwas davonläuft, ist man nicht wirklich frei. Du kannst um die ganze Welt reisen, aber wenn deine Motivation eine „weg aus Österreich/Deutschland/der Heimat“ ist, wirst du dich trotzdem nicht glücklicher und freier fühlen. Erst wenn man sich an jedem Ort der Welt zuhause fühlt – ganz egal, ob das im kalten Winter in Europa oder mit der Kokosnuss am Strand auf Bali ist – ist man wirklich frei.

2. Reisen alleine macht auf Dauer nicht glücklich

Das Gleiche gilt auch für das digitale Nomadentum: Wenn dein Ziel einfach nur ist ortsunabhängig Geld zu verdienen, um reisen zu können, wirst du spätestens dann, wenn du dieses Ziel erreicht hast und ein digitales Nomadenleben führst feststellen: Reisen alleine macht auf Dauer nicht glücklich. Auch hier ist die „weg aus dem 9-5 Job“-Motivation langfristig nicht ausreichend: Wirklich erfüllt und frei wirst du dich erst dann fühlen, wenn du dein Herzensthema gefunden hast und in die Welt hinausträgst – ob als digitaler Nomade oder nicht. Mehr darüber habe ich bereits in diesem Artikel reflektiert.

3. Du kannst nicht alles im Leben kontrollieren

Die dritte und vielleicht wichtigste Erkenntnis des Jahres 2019 für mich war: Du kannst nicht alles im Leben kontrollieren. Für einen Kontrollfreak wie mich, der am liebsten alles genau planen würde, war das eine sehr schmerzvolle Lektion, die mir das Leben dieses Jahr erteilt hat. Zwei Ereignisse – einmal am Jahresanfang, einmal am Jahresende, haben mich dazu gezwungen, Loslassen zu lernen. Und sie haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, uns dem Fluss des Lebens hinzugeben und zu vertrauen, dass alles, was geschieht, aus einem bestimmten Grund passiert. Der Gedanke, dass wir das vielleicht in diesem Moment (noch) nicht verstehen, aber dass alles genau so kommt, wie es kommen soll, tröstet mich.

 

Was waren deine wichtigsten Erlebnisse und Erkenntnisse des Jahres 2019?

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