Wie du mit Kritik umgehst, wenn du deinen Weg gehst

Wie du mit Kritik umgehst, wenn du deinen Weg gehst

Wenn du anfängst, deinen eigenen Weg zu gehen und Dinge anders zu machen als der Durchschnitt, musst du dich darauf gefasst machen, dass du von vielen Seiten kritisiert werden wirst. Vielleicht weißt du vom Kopf her auch, dass dich das nicht entmutigen sollte – und trotzdem trifft und verletzt dich diese Kritik. In diesem Artikel verrate ich dir, wie du besser damit umgehen kannst und dir nicht mehr alles so zu Herzen nimmst.

Hintergrund

Ganz am Anfang meiner Reise habe ich bereits diesen Artikel geschrieben: „Bullshit Bingo: unnützes Feedback wenn du anfängst, dein Ding zu machen“. Darin habe ich bereits beschrieben, was der Unterschied zwischen nützlichem und nutzlosem Feedback ist, wieso Menschen oftmals nutzloses Feedback geben und wie du darauf am besten reagierst. Damals bekam ich vor allem aus meinem persönlichen Umfeld Gegenwind. Seit mein Blog jedoch immer bekannter wird, habe ich es vermehrt mit negativen Kommentaren und Nachrichten anonymer Personen im Internet zu tun, bei denen es sich Großteils um nutzloses Feedback handelt. Trotzdem merke ich, dass mich diese Kommentare stärker treffen, als sie sollten. Daher habe ich im Laufe der Zeit eine Strategie entwickelt, damit besser umzugehen.

1. Was steckt hinter der Kritik?

Wenn ich negatives Feedback bekomme, versuche ich mich immer (so gut es geht) in den Absender hineinzuversetzen und die Kritik erst einmal losgelöst von mir zu betrachten. Wahrscheinlich kennst du diesen Spruch: „Was Babsi über Susi sagt, sagt mehr aus über Babsi, als über Susi“.

Wieso hat sich diese Person die Mühe gemacht, mir ihre (meist nicht sehr wertvollen) Gedanken mitzuteilen? Oftmals komme ich zu dem Schluss, dass ich der Person gerade einen Spiegel vorgehalten habe. Denn wenn uns eine Aussage so sehr triggert, dass wir eine emotionale Reaktion darauf haben, dann hat das immer etwas mit uns selbst, meist mit verdrängten Anteilen von uns, zu tun. Mehr darüber habe ich bereits in diesem Artikel geschrieben. Manchmal denke ich mir auch, dass die Person einfach neidisch ist auf das, was ich habe oder mache. Vielleicht würde sie insgeheim gerne dasselbe tun, hat aber nicht den Mut oder die Möglichkeit dazu?

2. Ist die Kritik konstruktiv?

Als nächstes stelle ich mir die Frage: Ist die Kritik konstruktiv und gerechtfertigt? Macht die Person Verbesserungsvorschläge oder versucht sie einfach nur mich zu beleidigen? Wenn mir zum Beispiel jemand schreibt „Das ist der schlechteste Blog den ich je gelesen habe“ (was zum Glück noch nicht vorgekommen ist), dann weiß ich eigentlich schon jetzt, dass ich mir das Feedback nicht zu Herzen nehmen muss. Wenn mir jedoch jemand schreibt „Die Artikel sind für meinen Geschmack etwas zu lang und ich finde die Themen zu breit gestreut“, dann kann ich damit durchaus etwas anfangen. Das heißt nicht, dass ich der gleichen Meinung sein muss und in Zukunft kürzere Artikel schreiben oder weniger Themen behandeln werde, aber ich kann die Kritik als konstruktive Kritik annehmen, mich bei der Person bedanken und im Anschluss schauen, ob ich ihre Verbesserungsvorschläge umsetzen möchte oder nicht.

3. Kommt die Kritik von jemanden, der da ist, wo ich hinmöchte?

Die letzte Frage, die ich mir stelle, ist: Kommt die Kritik von jemanden, der da ist, wo ich hinmöchte? Wenn mir jemand negatives Feedback gibt, der selbst sein Leben so überhaupt nicht im Griff hat, dann denke ich mir insgeheim meist: Die Energie, die du gerade in deinen Kommentar investiert hast, hättest du mal besser in dein eigenes Leben gesteckt. Wenn die Kritik jedoch von jemanden kommt, zu dem ich aufschaue und der genau das hat, was ich mir für mein Leben wünsche, dann bin ich viel eher bereit dazu, genauer hinzuschauen. Oder, um es mit den Worten von Rumi zu sagen:

„Wenn du dich ins Abenteuer stürzt, macht es keinen Sinn, Ratschläge von Menschen anzunehmen, die niemals ihr Zuhause verlassen haben“ – Rumi

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Noch ein paar Gedanken…

Du kannst es nicht allen recht machen

Etwas, das ich selbst erst schmerzvoll lernen musste, ist: Du kannst es nicht allen recht machen. Du kannst die süßeste Erdbeere der Welt sein – es wird immer jemanden geben, der keine Erdbeeren mag. Und das ist okay so. Je eher du das akzeptierst, umso leichter wirst du durchs Leben gehen und mit Kritik umgehen können.

Wer keine Hater hat, steht für nichts

Wer eine klare Meinung vertritt, wird immer irgendwo anecken. Unsere Welt besteht nun einmal nicht nur aus schwarz und weiß, sondern aus vielen verschiedenen Grautönen. Wenn du für etwas stehst und damit nach außen gehst, ist es normal, dass einige Menschen dir nicht zustimmen werden. Daher sieh es positiv: Wenn Kritik kommt, bedeutet das, dass du auf dem richtigen Weg bist und deine Botschaft klar und deutlich ankommt. Ich persönlich habe lieber den einen oder anderen Hater und viele Follower, für die meine Botschaft genau die richtige ist, als ein paar wenige Fans, die sich nur mit der Hälfte von dem, was ich sage, identifizieren.

Kritik reist immer von unten nach oben

Vor kurzem hat Tobias Beck in einem Interview etwas ganz Spannendes gesagt: Kritik reist immer von unten nach oben. Er meinte damit, dass er festgestellt hat, dass er immer nur von Menschen, die beruflich aus seiner Sicht noch nicht dort sind, wo er ist, kritisiert wird und noch nie Kritik von jemandem bekommen hat, zu dem er selbst aufsieht und der in seinem Leben schon einiges erreicht hat. Denn letztere haben gar keine Zeit, sich damit zu beschäftigen, was andere Menschen „unter ihnen“ so machen und sie dafür zu kritisieren.

Gib anderen keine Macht über dich

Wenn du zulässt, dass jeder x-beliebigen Menschen, sogar anonymen Leuten im Internet, dich allein mit seinen Worten runterzieht – was denkst du, was das mit dir macht? Möchtest du wirklich, dass andere so viel Macht über dich haben, dass sie deine Stimmung von einer Minute auf die andere so stark beeinflussen können? Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, aber ich persönlich sage ganz klar: Ich möchte das nicht. Daher versuche ich, wenn negatives Feedback kommt, erst einmal einen Schritt zurück zu machen, bevor ich emotional darauf reagiere, und mir die obengenannten Fragen zu stellen.

Meine Aufgabe ist nicht von jedem geliebt zu werden

Und zum Schluss möchte ich dir noch etwas mitgeben, was ich dieses Jahr für mich gelernt habe: Der Grund, warum ich das mache, was ich mache, ist nicht, dass ich von jedem bewundert und geliebt werden möchte. Sondern weil ich eine Message habe, die raus möchte, und weil ich die Menschen dazu bringen möchte, endlich für ihre Träume loszugehen. Und vielleicht schaffe ich das nun einmal nur dadurch, dass ich die Menschen triggere und sie mich (kurzzeitig) hassen. Dann ist das okay so und dann nehme ich auch negatives Feedback und Kritik dafür in Kauf. Denn meine Vision ist zum Glück größer, als der Wunsch, von jedem geliebt zu werden.

 

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