Was ich in meinem ersten Monat als digitale Nomadin gelernt habe

Was ich in meinem ersten Monat als digitale Nomadin gelernt habe

Seit einem Monat arbeite ich nun aus Mexiko. Wie es mir mit dem digitalen Nomadenleben so geht, wie mein Alltag hier aussieht und meine zwei Hauptlearnings aus diesem Monat erfährst du in diesem Beitrag.

Was bisher geschah

Wenn du diesen Blog oder meinen Instagramaccount verfolgst weißt du, dass ich seit 06. August 2018 mit meinem Office im Gepäck durch Mexiko reise. Mein ursprünglicher Plan war einerseits dem österreichischen Herbst zu entkommen, indem ich meinen Alltag nach Mexiko verlege, und gleichzeitig das digitale Nomadenleben zu testen (mehr darüber kannst du hier nachlesen). Da ich vor vier Jahren in Mexiko studiert habe, wollte ich das mit dem Besuch von Freunden verbinden.

Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten (die ganze Story dazu gibt es in diesem Artikel) habe ich schließlich schnell gelernt mich zu organisieren und so etwas wie einen Alltag entwickelt. Während ich unter der Woche ganz normal arbeite und mich mehr in touristischeren Gegenden oder Städten mit gutem Internet aufhalte, verbringe ich die Wochenenden auf einer Insel oder damit Freunde zu besuchen und Orte zu entdecken, die ich noch nicht kenne.

Wieso diese Reise anders ist als meine bisherigen Reisen

Dabei unterscheidet sich diese Reise stark von meinen bisherigen Reisen als Backpacker: Während ich früher immer versucht habe, möglichst viel in kurzer Zeit zu sehen, reise ich nun langsamer. Da ich zwischendurch ganz normal arbeite (genau so viel, wie ich auch in Österreich gearbeitet habe) kann und möchte ich nicht alle zwei Tage an einen neuen Ort kommen, sondern lieber eine Weile an einem Ort bleiben. Erstens habe ich unter der Woche nur die Abende, um etwas zu unternehmen, wodurch ich mehrere Tage brauche, um alles zu sehen, was ich sehen möchte. Und zweitens heißt ein neuer Ort auch immer viel Zeit darin zu investieren dorthin zu reisen und mich zu organisieren – sei es, um eine Unterkunft zu finden, auszumachen wo ich Früchte, Smoothies und anderes leckeres Essen finde oder Leute kennenzulernen, mit denen ich abends etwas unternehmen kann. Zeit, die ich damit verbringen könnte zu arbeiten.

Auch im Bezug auf die Unterkünfte unterscheidet sich diese Reise von meinen bisherigen Reisen. Während ich früher immer möglichst günstig gereist bin und es mich nicht gestört hat mit fünf fremden Menschen ein Hostelzimmer zu teilen, suche ich nun immer ein Airbnb für mich alleine. Erstens mag ich es, in Ruhe arbeiten zu können, ohne viele Menschen um mich herum zu haben. Zweitens möchte ich nicht meine Zimmergenossen nachts um drei Uhr wecken müssen, weil ich einen Skypetermin mit einem Kunden habe. Drittens haben in Mexico viele Hostels keine Lockers und ich möchte meinen Laptop und meine komplette Arbeitsausrüstung ungern offen in einem Zimmer rumliegen lassen, zu dem viele Leute Zugang haben. Und viertens ist das Internet in privaten Unterkünften meistens besser als in Hostels, wo dreißig Leute zu gleich online sind.

Das bringt mich zu einem weiteren Unterschied, an den ich mich allerdings noch nicht so ganz gewöhnt habe ist: Meine Abhängigkeit vom Internet. Meine coolsten Reisen bisher waren die Reisen, bei denen ich mich abseits von allzu touristischen Pfaden bewegt habe. Sei es in Dörfern von Laos, die man nur per Boot erreicht, in Ökohütten im mexikanischen Dschungel oder mit dem Zelt auf einer einsamen Insel. Der Nachteil dieser Reisen war, dass ich oft tagelang kein Internet hatte, weil es dort weder W-LAN noch Handyempfang gab. Damals hat mich das nicht sonderlich gestört – ich habe es sogar genossen, einmal offline zu sein. Nun, da ich von unterwegs arbeite, sieht die Sache natürlich anders aus. Und auch wenn ich festgestellt habe, dass das Internet in Mexiko besser ist als erwartet, und ich bisher mit W-LAN und mobilen Daten meiner lokalen Simcard eigentlich keine gröberen Probleme hatte, bleibt doch der Stress, ständig erreichbar sein zu müssen und eine halbwegs akzeptable Verbindung zu haben.

Meine beiden Hauptlearnings bisher

Wer schon einmal alleine gereist ist weiß, dass man sich auf einer Reise immer weiterentwickelt. Mir geht es da nicht anders. Und auch wenn ich das Gefühl habe, meine Reise gerade erst begonnen zu haben, habe ich schon einiges gelernt bisher. Zwei Learnings finde ich dabei besonders erwähnenswert.

Deine Energie ist wichtiger als du glaubst

Das allererste, was ich auf dieser Reise gelernt habe ist, dass dein Energielevel eine viel höhere Auswirkung auf deinen Alltag hat als du vielleicht denkst. Am Anfang der Reise hatte ich ein paar kleinere Probleme – erst wurde mein Flug gecancelt, dann ging mein Gepäck verloren, anschließend wurde ich krank und mein Handy ließ sich nicht mehr laden. Zur gleichen Zeit teilte mir ein Kunde mit, dass er sich entschieden hat, nicht mehr mit mir zusammenzuarbeiten, sondern jemanden gefunden hat, den er geringfügig anstellen kann und der vor Ort bei ihm im Geschäft mithilft. Und auch wenn ich weiß, dass diese Entscheidung nichts mit meiner Arbeitsweise zu tun hat und vermutlich schon gefallen ist, bevor ich abgereist bin, bin ich mir sicher, dass dies etwas mit meinem negativen Energielevel tun hatte. Daraufhin habe ich beschlossen, etwas daran zu ändern und meine Schwingung wieder zu erhöhen. Wie ich das geschafft habe, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Nur wenige Tage später habe ich plötzlich zwei Anfragen von potentiellen Neukunden bekommen, die über zwei Ecken von mir gehört hatten und gerne über eine mögliche Zusammenarbeit mit mir sprechen wollten. Lustigerweise noch am gleichen Tag, an dem ich mit einem Freund von zu Hause per Skype darüber gesprochen habe und ihm erklärt habe, dass ich das Vertrauen habe, dass alles aus einem Grund passiert und sich bestimmt bald weitere Möglichkeiten für mich auftun. Damit kommen wir auch schon zu meinem zweiten Learning:

Vertraue dem Leben

Die zweite Sache, die ich in diesem Monat gelernt habe, ist zu vertrauen. Zu vertrauen darauf, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin, die richtigen Dinge mache und dass sich alles so ergeben wird, wie es richtig ist für mich. Im Moment genieße ich die Freiheit, die ich mir die letzten Monate durch meine Selbstständigkeit erschaffen habe. Gleichzeitig habe ich aber auch die Sicherheit eines fixen monatlichen Einkommens aufgegeben – im Vertrauen darauf, dass mein Herzensprojekt funktionieren wird.

Auch beim Reisen stelle ich immer wieder aufs Neue fest, wie wichtig es ist, dem Leben zu vertrauen. Wenn du an einen neuen Ort kommst, weißt du nicht, was dich erwartet. Du weißt nicht, wie sicher deine Unterkunft ist, wo es gutes Essen gibt oder ob die Menschen, die du kennenlernst und die dich beispielsweise in ihr Haus einladen gute Absichten haben. Gerade wenn du als Frau alleine reist, wirst du vielleicht vorsichtiger sein als andere. Bestimmt hast du die Stimme deiner Eltern oder anderer Personen aus deinem Umfeld im Kopf, die dich vor bestimmten Ländern, Menschen und Situationen warnt. Ohne genaue Zahlen zu kennen, würde ich jedoch aus dem Bauch heraus sagen, dass 99% aller Menschen auf der Welt ausschließlich gute Absichten haben. Da du von außen nicht sehen kannst, welche Absichten jemand verfolgt, bleibt dir nichts anderes übrig als dem Leben zu vertrauen, dass es dich nur zu diesen 99% der Menschen führen wird. Bisher habe ich zum Glück nur gute Erfahrungen gemacht auf Reisen. Klar gehe ich nicht jedes Risiko ein und bin vorsichtiger, als wenn ich mich zu Hause mit vertrauen Personen in meinem gewohnten Umfeld befinde. Trotzdem führt mich das Leben jeden Tag aufs Neue an wunderbare Orte und zu Personen, mit denen ich mich sofort verbunden fühle. Sei es, dass ich zum Beispiel ein super leckeres Restaurant nur deshalb entdecke, weil ich mich in der Stadt verlaufe, oder dass sich beim Essen ein Mexikaner zu mit setzt, von dem sich herausstellt, dass er sich auch viel mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt und beispielsweise auch Tony Robbins kennt, zu dem ich im November auf ein Seminar gehen werde. Diese Momente und Situationen sind es, die mich wieder daran erinnern, mich nicht zu sehr zu verkopfen und alles planen zu wollen, sondern dem Leben zu vertrauen, dass es mich zur richtigen Zeit an den richtigen Ort bringen wird.

Wie es nun weitergeht

Noch eine gute Woche bin ich nun in Mexiko. Anschließend geht es nach Kuba – eine Insel, die ich schon lange kennenlernen wollte. Anfang November fliege ich nach New York, um am 4-tägigen Unleash The Power Within Seminar von Tony Robbins teilzunehmen. Wie es danach weitergeht und was ich noch so lernen werde auf dieser Reise erfährt ihr natürlich hier auf diesem Blog und in Echtzeit auf meinem Instagramprofil.

Du möchtest mehr über mich persönlich erfahren? Hier erfährst du meine ganze Story.

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