Wieso ich (schon wieder) gekündigt habe und was das DNX Festival damit zu tun hat

wieso ich schon wieder gekündigt habe und was die dnx damit zu tun hat

Ich habe es schon wieder getan. Ich habe zum zweiten Mal dieses Jahr meinen Job gekündigt… Wie es dazu gekommen ist, was das DNX Festival damit zu tun hat und ob ich jetzt vollkommen übergeschnappt bin erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Aber erst einmal alles der Reihe nach. Bevor ich dazu übergehe, meine Entscheidung zu rechtfertigen (oder auch nicht), muss ich etwas ausholen. Und zwar möchte ich dir gerne von dem DNX Festival in Berlin erzählen, auf welchem ich von 23. bis 27. Mai 2018 war.

DNX… Bitte was?!

Das DNX Festival ist ein Event rund um Digitales Nomadentum, Online Unternehmertum und holistischen Lifestyle. Es wurde von Feli Hargarten und Marcus Meurer ins Leben gerufen. Dieses Jahr kamen über 1000 digitale Nomaden und welche, die es werden wollen, in Berlin zusammen, um sich zu connecten, gemeinsam zu feiern und sich weiterzuentwickeln. Es gab verschiedene Pre-Events und Meet-ups – unter anderem Picknick am Tempelhofer Feld, einen live Podcast mit Laura Malina Seiler und ein gemeinsames Abendessen. Am Samstag fand dann das Mainevent mit verschiedenen Talks statt und am Sonntag war noch Workshop Tag (wobei ich da nicht mehr dabei war).

Übrigens, falls du noch nie von digitalen Nomaden gehört hast: Das sind Unternehmer oder Freelancer, die dank Internet ortsunabhängig arbeiten können und nur einen Laptop und Wlan brauchen, um Geld zu verdienen.

Die Speaker

Auf der DNX geht es schon lange nicht mehr nur um harte Fakten zum Thema Steuern, Versicherung usw. wenn man als digitaler Nomade leben will, sondern vielmehr um einen holistischen Lifestyle. Die Talks waren ein angenehmer Mix: Auf der einen Seite erfolgreiche Unternehmer wie Sebastian Kühn, Robert Heinken oder Dr. Johannes Metzler, die über ihren eigenen Weg zum Business und die Herausforderungen und Learnings sprachen. Auf der anderen Seite Speaker aus einer eher spirituellen Richtung wie Bahar Yilmaz und Jeffrey Kastenmüller oder Laura Malina Seiler, die mit ihren Geschichten, Imaginationen und kurzen Übungen gezeigt haben, wie wichtig es ist, in seinem Inneren aufzuräumen, wenn man glücklich und erfolgreich sein und seiner Berufung folgen möchte. Eine nette Überraschung waren auch die Hypnotiseure Thimon von Berlipsch und Alexander Hartmann, welche die ganze Halle fasziniert und staunend zurückgelassen haben.

Meine Highlights und Learnings

Alles in allem war die DNX ein richtig cooles Event. Ich bin mit so vielen Eindrücken, neuen Kontakten und Ideen wiedergekommen, dass ich erst einmal ein paar Tage brauchte, um das alles zu verarbeiten. Die Inhalte der Speaker selbst waren nicht wirklich neu für mich. Vieles davon kannte ich schon aus (ihren eigenen) Büchern oder Podcasts. Im Endeffekt ging es aber bei dem Event meiner Meinung nach auch hauptsächlich darum sich zu connecten, zu sehen, dass man nicht alleine ist mit seinen Ängsten und Zweifeln und darum sich eine gehörige Portion Mut und Motivation abzuholen, die nächsten Schritte zu gehen. Und das ist auf jeden Fall angekommen! Bevor ich aber näher darauf eingehe, was die DNX in meinem Leben verändert hat, möchte ich zwei meiner persönlichen Highlights des Events erwähnen.

1. Man muss es trainieren Unmögliches zu glauben

Kannst du dir vorstellen, dass du plötzlich deinen eigenen Namen vergisst? Oder dass deine beiden Hände sich so fest ineinander verschränken, dass es unmöglich ist für dich sie wieder zu lösen? Ja, ich dachte auch, dass das unmöglich ist. Aber auf der DNX wurde ich eines Besseren belehrt. Der Hypnotiseur Thimon von Berlipsch hat uns am eigenen Leib gezeigt, wie unsere Gedanken unsere Realität beeinflussen und dass es so viele Grenzen gibt, die wir uns selbst in unserem Kopf ziehen. Sein Vortrag löste bei mir aus, dass ich plötzlich meine komplette Realität hinterfrage. Was nehme ich noch alles als gegeben hin? Welche unmöglichen Dinge sind möglich, wenn ich wieder daran glaube? In Zukunft werde ich auf jeden Fall achtsamer mit meinen Worten umgehen und versuchen noch größer zu träumen, um mich aus meinen eigenen Beschränkungen durch meine Gedanken zu lösen.

2. Ja, es gibt sie da draußen: Leute, die so sind wie ich

Als ich wieder aus Berlin zurück war, und begeistert von den Leuten erzählt habe, die ich auf der DNX kennengelernt habe, wurde ich gefragt: „Sind die da auch so… wie du?“. Das trifft es ziemlich genau. Es war so ein bunt gemischtes Publikum auf der DNX – und doch waren alle irgendwie so wie ich. Alle, die ich getroffen habe und mit denen ich gesprochen habe, waren voller Tatendrang dafür, ihr volles Potential zu leben, etwas in der Welt zu verändern und sich selbst weiterzuentwickeln. Ich führte so tiefgründige Gespräche mit Menschen, die ich gerade vor ein paar Minuten kennengelernt hatte, wie ich sie mit vielen meiner Studienkollegen oder Freunden von Freunden, die ich schon ewig kenne, nie hatte. Endlich einmal wurde ich nicht mit einem fragenden oder skeptischen Blick angeschaut, wenn ich von Meditation, Christian Bischoff oder Tony Robbins erzähle, sondern erntete Reaktionen wie „ja, da war ich letztens, und kennst du schon dies, das solltest du dir unbedingt auch einmal anschauen…“. Alle waren super offen und ich hatte nie das Gefühl, mich mit irgendetwas zurückhalten zu müssen, weil es der andere eh nicht verstehen würde. An diesem Wochenende wurde mir bewusst, wie wichtig es ist, dass man sich auch im Reallife und nicht nur online mit Leuten umgibt, die einen inspirieren und weiterbringen.

Und wie geht es jetzt weiter?

Die DNX wurde im Vorfeld mit „dieses Event wird dein Leben verändern“ beworben. Ich hatte ja keine Ahnung, dass dies nicht nur ein Werbespruch ist, sondern tatsächlich zutrifft. Noch am Rückweg habe ich zwei Entschlüsse gefasst, die meine nächsten Monate ziemlich beeinflussen werden.

Ich habe es schon wieder getan…

Das erste, was ich am nächsten Tag gemacht habe: Ich habe gekündigt. Schon wieder. Erst im Jänner habe ich meinen Vollzeitjob gekündigt, um mehr Zeit für diesen Blog zu haben. Nach meinem letzten Arbeitstag Ende März nahm ich mir dann ein Monat Zeit, um die verschiedenen Möglichkeiten auszuloten, wie ich mein Ding aufbauen und nebenher genug Geld verdienen kann, um meine Lebenserhaltungskosten zu decken, bis ich von meiner Selbstständigkeit leben kann. Schließlich fing ich an 20 Stunden die Woche in einer Agentur zu arbeiten. Die Arbeit im Social Media Marketing machte mir zwar Spaß, aber irgendwie war ich trotzdem nicht so wirklich glücklich damit, dreimal die Woche ins Büro zu fahren. Auf der DNX wurde mir dann bewusst: Auch wenn es „nur“ 20 Stunden sind pro Woche und ich weiß, dass es nur so lange nötig ist, bis ich genug mit meinem eigenen Ding verdiene – ich verleugne mich selbst damit, wenn ich weiter dorthin zur Arbeit gehe, obwohl ich eigentlich morgens keine Lust darauf habe. Und ist es nicht genau das, was ich dir auf diesem Blog vermitteln möchte – dass du etwas machen sollst, für das du brennst? Wofür du morgens gerne aufstehst? Das etwas verändert? Das Leben ist zu kurz dafür, 20 Stunden die Woche an einem Ort zu verbringen, an den du nicht gerne gehst. Wir alle glauben gerne, dass wir unsterblich sind – aber Überraschung: das sind wir nicht. Ich könnte morgen aus dem Haus gehen und überfahren werden. Also sollte ich davor wenigstens etwas aus meinem Leben machen.

Wie das Leben nun mal so spielt, bekam ich dann zur gleichen Zeit, wie die DNX in Berlin war, eine Zusage für einen ortsunabhängigen Freelancer Job für ein Unternehmen, für das ich schon seit Jahren arbeiten wollte. Auch in den Tagen nach der DNX fand ich plötzlich über die Empfehlung von Freunden und lustige „Zufälle“ noch weitere Unternehmen, die mich für ein paar Stunden die Woche als Freelancerin im Social Media Marketing haben wollten. Da stand für mich fest: Das ist ein Zeichen. Noch deutlicher kann mich das Universum gar nicht in Richtung Selbstständigkeit schubsen… Statt meine 20 Stunden für Geld mit bezahltem Urlaub, versichert und mit 13./14. Gehalt in einem klassischen Unternehmen zu arbeiten, werde ich nun also direkt für verschiedene Kunden auf selbstständiger Basis den Social Media Auftritt betreuen und Content produzieren. Dass ich es mir damit nicht unbedingt leichter mache, ist mir bewusst. Aber wir wachsen ja nur an Herausforderungen, oder?

Somit habe ich auch die zweite Festanstellung meines Lebens nicht längerfristig behalten, sondern mit Ende meiner Probezeit gekündigt. Und noch eine Entscheidung habe ich getroffen:

Mehr reisen, bitteschön!

Die zweite Entscheidung, die ich auf der DNX getroffen habe, ist – wie könnte es auch anders sein – wieder mehr zur reisen. Wenn ich an meine größten persönlichen Transformationen der letzten Jahre zurückdenke, sind diese eigentlich immer im Ausland passiert. Dies hat mehrere Gründe: Erstens fällt es mir leichter, alte Gewohnheiten und Ängste loszulassen, wenn ich aus meinem gewohnten Umfeld rauskomme. Zweitens bedeutet an einem fremden Ort zu sein auch immer, dass ich mich selbst neu entdecken muss: Weit weg von meinen gewohnten Ablenkungsstrategien und den Leuten, die glauben mich zu kennen, muss ich mich jedes Mal wieder neu definieren und mich fragen: Wer bin ich eigentlich? Was macht mir Freude? Mache ich diesen Sport eigentlich nur, weil er schon zur Gewohnheit wurde – oder ist er wirklich ein Teil von mir? Reisen und Aufenthalte im Ausland bedeuten daher auch immer einen Check-in mit mir selbst, um herauszufinden, wer ich war, wer ich bin und wer ich in den nächsten Wochen und Monaten sein möchte.

Daher habe ich beschlossen, im September wieder zu reisen. Mein erstes Ziel wird Mexiko sein, um meine Freunde und zweite Heimat zu besuchen, die ich nun schon seit vier Jahren nicht mehr gesehen habe. Vielleicht werde ich auch noch das eine oder andere Land in Mittelamerika dranhängen – wir werden sehen, ob und für wie lange sich das mit meiner neuen Selbstständigkeit verbinden lässt. Aber ich vertraue meiner Intuition und lasse es auf mich zukommen.

Was denkst du? Bin ich nun vollkommen übergeschnappt?

Du magst vielleicht auch

4 Kommentare

  1. Toll, wenn ich das lese, bekomme ich Mut über mein Leben nachzudenken und den nächsten Schritt zu gehen… zu leben und endlich glücklich zu sein, was kann es Wichtigeres geben !!!!!!!!!!!! ?

    Mach`weiter so!

    LG Sabine

    1. Hallo Sabine, vielen Dank für dein ermutigendes Kommentar! Da hast du Recht – ich denke auch, dass es nichts Wichtigeres gibt!
      Ganz liebe Grüße und alles Gute für deinen Weg! Anna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.