Wieso du viel öfters im Moment leben sollst

Wieso du viel öfters im Moment leben sollst

Wann hast du das letzte Mal so richtig im Moment gelebt? Daran kannst du dich eigentlich gar nicht mehr so genau erinnern oder es ist zumindest schon eine ganze Weile her? Dieser Artikel ist ein Plädoyer dafür, wieder öfters im Hier und Jetzt zu leben. Am Ende verrate ich dir meine Lieblingsübung dafür, mich öfters am Tag aus meinen Gedanken herauszureißen und den Moment bewusst wahrzunehmen.

Über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Wir Menschen haben uns ein Konstrukt aus Zeit geschaffen, das sich im Prinzip in folgende drei Zeiten einteilen lässt: In die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Bestimmt kennst du Sprüche wie „lerne aus der Vergangenheit, träume von der Zukunft, aber lebe in der Gegenwart“. Und auch wenn sich diese Sprüche ein bisschen wie ein Klischee anhören, steckt doch einen Funken Wahrheit dahinter.

Tatsächlich brauchen wir alle drei Zeiten: Ohne Vergangenheit müssten wir alle Fehler immer und immer wiederholen, und ohne Aussicht auf eine Zukunft würden wir uns nicht weiterentwickeln. Viel zu oft aber hängen wir der Vergangenheit nach oder sind mit dem Kopf schon zu sehr in der Zukunft, sodass wir vergessen, dass wir eigentlich nur eine reale Zeit haben, in der wir leben: Die Gegenwart. Das Hier und Jetzt ist das Einzige, das wir aktiv beeinflussen können. Die Vergangenheit ist passé und die Zukunft noch nicht gekommen.

Wieso du im Hier und Jetzt leben solltest

Ist dir schon einmal passiert, dass du dir dachtest: Wo ist die Zeit bloß hin? Der Urlaub, der Sommer, die Studentenzeit… Alles viel zu schnell vergangen?! Mir passiert das vor allem dann, wenn ich mir zu viele Sorgen um oder Pläne für die Zukunft mache und dabei vergesse, in der Gegenwart zu leben. Um zu vermeiden, dass wir irgendwann auf unserem Sterbebett liegen und uns denken, doch noch gar nicht richtig gelebt zu haben, sollten wir uns hin und wieder daran erinnern, den Augenblick bewusst wahrzunehmen und zu genießen. Dabei ist das gar nicht so einfach – denn unser Verstand liebt es, sich an der Vergangenheit oder den Zukunftssorgen festzubeißen und diese immer und immer wieder abzuspulen, wie eine alte Schallplatte, die hängengeblieben ist! Um im Hier und Jetzt zu leben, müssen wir unseren Verstand für kurze Zeit zum Schweigen bringen. Wie das funktioniert, darüber berichtet Eckhart Tolle ganz ausführlich in seinem Buch „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“*, welches ich an anderer Stelle auf meinem Blog bereit erwähnt habe. Zwei Methoden daraus möchte ich dir im Folgenden gerne vorstellen:

Komme in einen Flowzustand

Ein Zustand, in dem unser Verstand ziemlich zurückhaltend ist und wir uns für kurze Zeit ganz in der Gegenwart befinden ist der Flowzustand. In diesem von dem Glücksforscher mit dem unaussprechbaren Namen Csíkszentmihályi erforschten Zustand befinden wir uns, wenn wir uns vollkommen in eine Tätigkeit vertieft haben und alles um uns herum vergessen. Wie wir in einen Flow kommen ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich: Manche schaffen es durch Musizieren, Malen, Nähen oder beim Sport. Ich selbst komme zum Beispiel beim Schreiben in diesen Zustand: Wenn ich an einem Blogartikel sitze, bin ich vollkommen konzentriert, sodass ich gar nicht merke, wie die Zeit vergeht. Meine Finger schreiben einfach wie von alleine diese Zeilen nieder, alle anderen Gedanken an Vergangenes oder Zukünftiges sind beiseitegeschoben. Deine erste Aufgabe, um mehr im Hier und Jetzt zu leben, besteht also darin, die Tätigkeit zu finden, bei der du alles rund um dich herum vergisst, und ihr so oft wie möglich nachzugehen.

Meine Lieblingsübung, um ins Hier und Jetzt zurückzukommen

Nicht immer aber haben wir die Zeit und die Möglichkeit, einer Tätigkeit nachzugehen, die uns in einen Flowzustand versetzt. Daher verrate ich dir nun meine Lieblingsübung, die nur wenige Minuten dauert und mit der du dich mehrmals am Tag immer wieder in die Gegenwart zurückholen kannst. Diese Übung habe ich von Eckhart Tolle übernommen und ein wenig an meine Bedürfnisse angepasst. Ob im Büro, im Bus oder unter der Dusche: Du kannst diese kleine Übung immer und überall ausführen.

 

  1. Zuallererst konzentriere dich auf deine Umgebung und nimm bewusst wahr, was um dich herum geschieht. Beobachte die Menschen, den Raum und die Gegenstände rund um dich herum und betrachte sie so, als hättest du all das noch nie zuvor gesehen. Dann schließ die Augen (es sei denn, du befindest dich gerade am Steuer eines Autos) und konzentriere dich auf die Geräusche und die Gerüche, die du wahrnehmen kannst. Wenn du achtsam bist, wirst du merken, wie viel davon du normalerweise ausblendest.
  2. Mache einen Check-in mit dir selbst: Wie fühlst du dich? Spüre deinen Körper. Sitzt oder stehst du bequem? Hast du irgendwelche Schmerzen? Melden sich Hunger, Durst, Müdigkeit? Welche Gefühle und Emotionen sind gerade vorherrschend?
  3. Konzentriere dich auf deinen Atem. Atme bewusst langsam ein und wieder aus. Versuche auf nichts anderes zu achten, als auf deinen Atem. Nimm ein paar tiefe Atemzüge, bis du merkst, dass du vollkommen entspannt bist und an nichts anderes mehr denkst, als an ein- und ausatmen.
  4. Und nun warte auf den nächsten Gedanken, der kommt. Wenn du tatsächlich vollkommen achtsam und bei dir warst, wird es eine Weile dauern, bis der nächste Gedanke in deinem Kopf auftaucht. Diese Sekunden (oder Hundertstelsekunden) der Stille ist der Moment, in dem du vollkommen im Hier und Jetzt bist und dein Verstand eine Pause eingelegt hat.

 

Übrigens…

Genau dieser Zustand, in dem du vollkommen im Moment lebst, ist der beste Zustand, um das Gesetz der Anziehung für dich zu nutzen und zu manifestieren, was auch immer du dir erschaffen möchtest. Wenn du mehr darüber erfahren willst, empfehle ich dir meine dreiteilige Serie zum Gesetz der Anziehung:

 

Teil 1: Die Macht der Gedanken

Teil 2: Eine Anleitung zum Manifestieren

Teil 3: Häufige Fehler beim Manifestieren

 

Noch mehr über die Kraft der Gegenwart erfährst du in Eckhart Tolles Buch „Jetzt!“, welches du hier* kaufen kannst.

 

 

 

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