Wie du ins Vertrauen kommst, dass du auf dem richtigen Weg bist (Teil 2)

Wie du ins Vertrauen kommst, dass du auf dem richtigen Weg bist

In Teil 1 dieser Serie habe ich davon erzählt, dass mein Leben und mein Weg in die Selbstständigkeit und ins digitale Nomadentum von außen oftmals so einfach und geradlinig aussieht. Doch auch ich kenne diese Momente, in denen man alles anzweifelt und sich fragt, ob man auf dem richtigen Weg ist. In diesem Artikel möchte ich meine Strategien mit dir teilen, wie du ein tiefes Vertrauen entwickeln kannst, dass alles, was passiert, richtig ist und dich früher oder später genau dahin bringt, wo du hinmöchtest.

Meine Methoden ins Vertrauen zu kommen

Viele der Methoden, die ich dir in diesem Artikel vorstelle, sind sozusagen meine „Erste Hilfe“, wenn ich mal wieder in eine „Sinnkrise“ verfalle und beginne, alles anzuzweifeln. Doch viele davon setze ich auch ganz bewusst ein, um solche Krisen schon präventiv abzufangen und entweder abzuschwächen oder gleich ganz zu verhindern.

1. Verbinde dich wieder mit dir selbst

Mit der Zeit habe ich festgestellt, dass mich die Zweifel vor allem dann einholen, wenn ich nicht in meiner Mitte bin und mich zu sehr am Außen orientiere. Daher hilft es mir sowohl vorbeugend, als auch dann, wenn die Zweifel bereits da sind, mich wieder gezielt mit mir selbst zu verbinden. Meine Lieblingsmethode dabei ist Meditation: Sie zwingt mich dazu, mich mit meiner Innenwelt, meinen Gedanken und Problemen zu beschäftigen. Mehr dazu kannst du in diesem Artikel sowie in diesem Artikel nachlesen.

Aber auch Yoga und in der Natur sein – selbst wenn es nur ein ausgiebiger Spaziergang ist – helfen mir immer sofort, mich wieder mit mir selbst zu verbinden.

2. Erhöhe deine Energieschwingung

Wenn du zweifelst, schwingst du auf einer niedrigen Frequenz. Da Gleiches Gleiches anzieht, wird es schwierig, aus der negativen Gedankenspirale rauszukommen, wenn du deine Frequenz nicht wieder erhöhst. Dies kannst du zum Beispiel gezielt durch Dankbarkeitsübungen oder Sport. Ausführliche Tipps findest du dazu in diesem Artikel: „Wie du deine Energieschwingung erhöhst, wenn du einen schlechten Tag hast“.

Wenn du mit den Begriffen „Schwingung“ und „Frequenz“ nichts anfangen kannst, empfehle ich dir diese Artikelserie zum Thema Gesetz der Anziehung.

3. Habe ein klares WARUM und/oder eine klare Vision

Das beste Gegenmittel gegen eine Sinnkrise ist eine ganz klare Vorstellung davon, was dein Sinn des Lebens ist, wieso du das macht, was du machst. Je klarer du dein WARUM und/oder deine Vision kennst, umso schwerer machst du es den Zweifeln, dich zu überfallen.

Hast du dies erst einmal ganz deutlich für dich festgelegt, dann schreib dein WARUM und/oder deine Vision auf jeden Fall auf – und wiederhole sie regelmäßig. Das kannst du machen, indem du sie dir zum Beispiel jeden Abend durchliest, sie immer wieder aufschreibst, zum Beispiel beim Journaling, indem du dir Affirmationen dazu definierst und aufnimmst (mehr zu dieser Methode kannst du in meinem Buch „Traumleben: Die Route wird berechnet“ nachlesen), usw. Ich persönlich setze mir auch regelmäßig Termine, an denen ich meine Vision wieder hervorhole, darüber meditiere und mich frage, ob sie noch immer meine Herzensvision ist, und mich dann frage: Befinde ich mich auf dem richtigen Weg, um diese Vision wahrwerden zu lassen? Oder muss ich irgendwo eine kleine Kurskorrektion vornehmen?

Traumleben: Die Route wird berechnet Buch

4. Raus aus dem Kopf, rein ins Herz

Wir alle haben diese Stimme in unserem Kopf, die sich ganz schnell einschaltet, wenn wir etwas wagen, das außerhalb unserer Komfortzone liegt, und die uns einzureden versucht: „Das kannst du nicht“. Oder: „Lass das lieber bleiben“. In diesem Artikel habe ich bereits beschrieben, was es mit dieser Stimme auf sich hat und wieso du nicht alles glauben sollst, was du denkst. Diese Stimme wird immer Gründe dafür finden, wieso du an dir selbst zweifeln solltest und wieso etwas schiefgehen wird. Doch dann gibt es da noch diese andere Stimme in uns – die leise Stimme unseres Herzens, die wir alle irgendwann einmal gehört haben, denn sonst wären wir nicht an dem Punkt, an dem wir sind.

Wenn du dich in einer Sinnkrise befindest, ist es wichtig, deine Kopfstimme für den Moment zu ignorieren und wieder auf die Stimme deines Herzens zu hören. Wie dir das gelingt, habe ich bereits hier ausführlich beschrieben.

5. Nimm dir eine kurze Auszeit

Wenn gar nichts mehr hilft und deine Zweifel zu groß werden: Nimm dir eine Auszeit! Auch wenn dir die Arbeit an deinem Herzensziel vielleicht nicht wie Arbeit vorkommt, musst und vor allem kannst du diese nicht 365 Tage im Jahr machen. Jeder Mensch braucht Pausen – auch wenn er an seinen Träumen arbeitet. Vielleicht kennst du den Spruch von Banksy: „If you get tired, learn to rest, not to quit“. Genau das solltest du regelmäßig machen. Nimm dir eine Auszeit von deinen eigenen Träumen und mache ein Wochenende lang einfach das, wonach dir der Sinn steht. Treff dich mit Freunden, schlafe aus, zieh dir den ganzen Tag Netflix rein und genieße dein Leben. Und dann setz dich am Montag wieder mit neuer Energie an deine Ziele. Du wirst sehen: Nach einer kurzen Pause sieht die Welt oft ganz anders aus, und deine Zweifel sind auf einmal viel kleiner geworden.

6. Lass los und gib die Kontrolle ab

Der letzte Tipp, den ich für dich habe, ist leichter gesagt als getan: Vielleicht ist es einfach an der Zeit für dich, loszulassen und die Kontrolle abzugeben. Früher oder später merken wir, dass wir nicht alles im Leben kontrollieren können. Oft sind es Schicksalsschläge, die uns schmerzlich bewusst machen: Wir können noch so viel planen, das letzte Wort aber haben wir Menschen nicht. Für mich persönlich als der Kontrollfreak schlechthin war das eine harte Lektion, die ich sowohl in einer Zeremonie als auch durch Situationen in meinem Privatleben in den letzten Jahren lernen durfte.

Ich hatte dazu einmal einen sehr eindrucksvollen Traum, den ich gerne mit dir teilen möchte: Im Traum stand ich an einer Bushaltestelle, an der zwei Busse mit dem gleichen Ziel abfuhren. Verzweifelt versuchte ich herauszufinden, welcher der beiden nun der richtige Bus war – bis mir schließlich beide Busse vor der Nase davonfuhren. Noch im Traum reflektierte ich, was passiert war: Ich hatte zu lange gezögert. Besser wäre es gewesen, einfach in einen der beiden Busse einzusteigen, den Busfahrer oder die anderen Passagiere zu fragen ob dieser Bus oder der andere der bessere für mich sei. Als ich aus dem Traum aufgewacht bin, stellte ich fest, dass ich das 1:1 auf mein Leben übertragen konnte: Ich wusste damals nicht, für welchen Lebensweg ich mich entscheiden sollte. Mein Unterbewusstsein hat mir durch den Traum mitgeteilt, dass ich einfach einen der Wege nehmen sollte, und dann auf dem Weg schon herausfinden würde, ob es der richtige sei oder ich irgendwo noch umsteigen solle…

Ich weiß nicht, ob du an Gott glaubst, an das Universum oder an eine sonstige höhere Macht. Aber ich möchte dir raten, so früh wie möglich zu akzeptieren, dass wir nicht alles kontrollieren können. Wir können unser Bestes geben, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem wir loslassen und darauf vertrauen müssen, dass dies genug war und sich alles so entfalten wird, wie es sein soll. Und ob das dann so sein wird, wie wir uns das vorgestellt haben, oder vielleicht ganz anders – das können wir nur herausfinden, indem wir losgehen und darauf vertrauen, dass alles im Leben für uns passiert.

Hier kannst du noch einmal Teil 1 der Serie nachlesen, indem ich erkläre, wieso Momente des Zweifelns so wichtig sind und ob bei mir immer alles easy ist.

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.